Seit Anfang der 90er Jahre hat der Stamm Sachsen ein besonderes Verhältnis zu Jurten und Kohten. Wenn wir auch bei den mittlerweile regelmäßigen Weltrekordversuchen im Schwarzzeltbau höchstens als Zuschauer vertreten sind und auch bei anderen Großveranstaltungen gegenüber den waghalsigen Konstruktionen anderer Jurten-Enthusiasten eher harmlos aussehen, so begleiten uns Jurten und Kohten doch seit langem bei unseren Unternehmungen. Die Atmosphäre der Schwarzzelte ist uns einfach ans Herz gewachsen und wird davon nicht so schnell loszureissen sein. Schwarzzelte sind allein durch ihre Farbe und ihre Kombinationsmöglichkeiten schon etwas besonderes. Wer einmal auf einem internationalen Lager war, weiß, welche Attraktion eine Jurtenburg sein kann. Aus diesem Grunde widmen wir diese Seite den Jurten und Kohten, ihrer Geschichte, ihrer Technik und ihrer Kultur.
Die Nomadenvölker der Lappen (oder Samen) und Mongolen haben tausende von Jahren gebraucht, um aus einem notdürftigen Schutzdach eine perfekte Behausung zu entwickeln; die sogenannte "Kata" der Lappen bzw. die "Yurte" der Mongolen. Die beiden Wörter bedeuten schlicht und einfach "Behausung". Yurte und Kata entsprachen genau den Bedürfnissen der nomadischen Lebensweise: Einfach zu transportieren und aufzubauen, in der Natur zu findende Werkstoffe und außerdem die Möglichkeit, im Zelt Feuer zu machen.

Der Wandervogel Eberhard Koebel, genannt "tusk", brachte 1912 aus Lappland die Idee des Feuers im Zelt mit nach Deutschland. Aus der Kata der Lappen entwickelte er 1928 die erste funktionsfähige Kohte. Die Jurte entstand nach mongolischem Vorbild wenige Jahre später. Anfangs waren die Schwarzzelte noch nicht schwarz, sondern hell, teilweise wohl auch weiß. Das entsprach jedoch wohl nicht immer nomadischen Vorbild: Die Zeltbahnen der Lappen und Mongolen waren aus Tierhaar hergestellt, das meist dunkel war.

Vorteile der dunklen Farbe waren zudem mehr Schatten und eine natürliche Klimatisierung: Durch das Öffnen am unteren Rand entstand aufgrund der Wärmeanziehung der dunklen Zeltbahn ein Luftstrom, der dann insgesamt das Zelt kühlte. Gleich welche Farbe die Kohten der Jugendverbände jedoch damals hatte: Einer Anregung von tusk folgend kam die auch heute noch mitunter zu sehende Kohtenbemalung in Mode.

Da die Kohten sich sehr schnell unter Pfadfindern und Jungenschaften verbreiteten, fand sich bald ein kommerzieller Hersteller. In dessen Prospekt von 1931 findet sich der Hinweis, dass die Kohtenbahnen schwarz seien. Im Jahr darauf wurde dann irgendwo die erste Jurte aufgebaut, so dass im Prospekt von 1934 auch schon sechs Kohtenbahnen als Einheit angeboten wurden. Nach der Machtübernahme der Nazis und dem Verbot oder der Gleichschaltung aller Jugendgruppen gab es auch einen tiefen Einschnitt auch in die Geschichte der Schwarzzelte. Da Kohten und Jurten schnell zum Erkennungsmerkmal bündischer Gruppen avanciert waren, wurden sie 1934 als Ausdruck einer bestimmten Lebensweise und Geisteshaltung verboten. Allein schon der Besitz war strafbar. Erst 1947 wurden die Jurten und Kohten mit der Gründung der Pfadfinderverbände neu belebt. Da nicht mehr viele Kohten existierten, wurden anfangs aus alten Zeltbahnen, teilweise sogar aus Fallschirmen, neue Jurten und Kohten selbst geschneidert. Schon auf dem Jamboree 1951 sah man dann wieder Kohten des deutschen Kontingents auf internationaler Ebene. Es dauerte jedoch noch einige Jahre, bis auch Jurten wieder mehr als eine seltene Rarität waren. Nach und nach entwickelten sich die Schwarzzelte wieder zum Markenzeichen deutscher Pfadfinderverbände, so dass sich auf internationalen Großveranstaltungen sogar der Name "german black tents" etabliert hat.

Anfang der 80er Jahre kam dann der Bau von Jurtenburgen immer mehr in Mode. Auf verschiedenen bundesweiten Großveranstaltungen wurden von Bau und Größe her unterschiedlichste Großbauten ausprobiert, die aufgrund fehlender Erfahrung jedoch auch schon ´mal vom Wind zu Nichte gemacht wurden.

Im Bundeslager des VCP 1984 in Eschwege wurde aus 200 Schwarzzeltplanen eine Basilika gebaut. 1986 wurde ebenfalls vom VCP eine dreistöckige Jurtenburg im Brexbachtal errichtet. Die erste große Jurtenburg im Diözesanverband Essen wurde 1992 für die Bundesversammlung der DPSG vom Stamm Sachsen errichtet. Wir bauten damals (heute bescheiden anmutende) 10 Jurten teilweise doppelstöckig auf. 1995 gelang der erste spektakuläre Weltrekord: In Hauenstein wurde eine riesige Lilie aus 60 Jurten zusammengebaut. Im Jahr 2000 wurde diese Leistung noch getoppt: In Passau wurden mit etwa 110 Jurten insgesamt 3100 Quadratmeter überdacht.

Technisches
Material
Die Schwarzplanen
bestehen aus hochwertigem Baumwollgewebe mit einem Gewicht von ca. 285g/qm mit
ca. 400 mm Wassersäule, das sich aus Erfahrung als optimal herausgestellt
hat. Ein dickerer Stoff ist zwar etwas strapazierfähiger, aber nicht dichter,
dafür aber schwerer im Transport und z.T. schwieriger zu knöpfen.
Eine flammenhemmende Ausrüstung ist nur ein Mehr an Chemie, die sich auch
ohnehin mit der Zeit auswäscht, und kann die gebotene Vorsicht beim Umgang
mit Feuer nicht ersetzen.
Baumwollstoff verändert sich je nach Feuchtigkeit bis zu 3 % und das auch
ohne Beanspruchung! Deshalb ist die Passgenauigkeit der Planen manchmal nicht
hundertprozentig.
Systembauweise
Der große
Vorteil der Schwarzplanen liegt in der Kombinierbarkeit seiner einzelnen Planen.
Einzelne Planen können als Sonnendach genutzt werden. Für zwei Personen
reicht eine "Kröte" oder eine "Lokomotive" zum Übernachten.
Mit dem Kohtenblatt können sowohl Kohten ( 1 Kohte = 4 Blätter; für
eine Kleingruppe von 6-7 Personen) als auch Jurtendächer (6 oder 5 Blätter)
verschlauft werden. Für die Seitenwände der Jurte gibt es einmal die
klassische Vierecksplane und die Jurtendoppelplane (so groß wie 2 Vierecksplanen).
Da diese aber nur eine Seitenhöhe von ca. 1,60 m geben, kann man sie mit
Fensterplanen aus Plastik oder Gazestoff mit Abdeckung auf ca. 2 m erhöhen.
Da nicht alle eine helle Jurte mögen, können die durch Fensterplanen
erhöhten Vierecksplanen / Jurtendoppelplane mit der Superjurtenplane kombiniert
werden, die die gleiche Höhe hat.
Anstelle des verschlauften Daches kann auch ein fertig zusammengenähtes
Jurtendach bzw. zwei Halbdächer benutzt werden. In ein Dach können
auch noch Jurten-Zwischenstücke verschlauft werden, die die Breite einer
Viereckplane haben. Somit muss die Aufhängung etwas variiert werden, aber
man erreicht ein bedeutend größeres Platzangebot. Diese erweiterten
Modelle werden auch Theater- oder Ovaljurten genannt. Man kann auch noch mehr
zusammenbauen, um eine Jurtenburg für tolle Feste zu bekommen.
Die Grundelemente aller Jurten und Kohten sind die Kohtenplane und die Jurten-Vierecksplane. Aus ihnen sind durch Zusammennähen größere Planen entstanden, die sich schneller aufbauen lassen.
Schlauf- und Knöpftechnik
Die Kohtenblätter werden miteinander verschlauft. Das funktioniert so: obere Schlaufe durch obere Öse und nach unten ziehen. Nächste Schlaufe durch nächste Öse und die erste Schlaufe und wieder nach unten ziehen. Dies führt Ihr so fort bis Ihr bei der letzten Schlaufe angelangt seid. Diese legt ihr um die vorletzte Schlaufe und zieht den Knoten leicht an, weil sich sonst alles wieder aufribbeln würde. Am besten wird von unten nach oben geschlauft, damit der Endknoten nicht im feuchten Gras hängt und dann nicht mehr aufzulösen ist.
Bei der zweiten Planenvariante werden Viereckplanen mittels einer Doppelknopfreihe miteinander verknöpft. Die Seitenplanen werden immer doppelreihig geknöpft und obere Planen werden über untere Planen geknöpft (Dachziegelprinzip), sonst regnet es rein. Es ist ratsam, nicht direkt mit den Fingern die Knöpfe durch die Löcher zu drücken, sondern immer noch etwas Jurtenstoff dazwischen zu haben, da man sonst nach einer Jurte wunde Finger hat. Die Viereckplanen können auch an die untere Seite der Kohtenbahnen geknöpft werden.

Die Kohte
Zur Kohte gehören:
- 4 Kohtenblätter 52 (ohne Seitenstreifen) oder 4 Kohtenblätter 53
(mit 20 cm Seitenstreifen) oder 4 Kohtenblätter 59 (mit 45 cm Seitenstreifen)
oder 4 Wanderkohtenblätter
- 8 kurze Schlaufen aus Sisal 8 mm für die Abspannung der Planen
- 2 lange und 2 kurze Schlaufen aus Sisal 8 mm mit dem Kreuz oder 1 Kohtenspinne
- 1 Kohtenabdeckplane (bei Kreuzverwendung) oder 1 Jurtenabdeckplane (bei Spinnenverwendung)
- 2 Kohtenstangen
- 8 Heringe

Aufbau der Kohte
Die vier
Kohtenblätter werden auf den Boden gelegt. Durch die Ösen an den vier
Ecken der Planen werden die Schlaufen gesteckt. Diese Schlaufen werden mit Heringen
abgespannt, so dass die Kohte wie ein Quadrat aussieht. Spannt die Planen aber
nicht zu stramm aus, weil später noch weitere Ösen ausgespannt werden
müssen.
Eine Kohte wird immer so aufgebaut, dass sie "hängt". Dazu werden
durch die vier Ösen des Dachloches zwei kurze und zwei längere Schlaufen
gezogen, wodurch dann die Kreuzenden gesteckt werden (das Kreuz kann man auch
aus 2 Ästen machen). Die beiden Kohtenstangen werden auf den Boden gelegt
und miteinander verbunden. Um die Höhe der Bindung optimal anzupassen,
legt Ihr sie parallel zu den Seiten der Planen und knotet am Kreuzungspunkt
der Stangen einen Kreuzbund aus einem ca. 4 m langen Seil. Das Seil zum Hochziehen
wird über den Knoten gelegt, die Stangen aufgerichtet und die Kohte hochgezogen.
Die Stangen brauchen nicht abgespannt zu werden, da sie durch die Belastung
der Kohte stehen. Durch Zusammenschieben oder Auseinanderziehen spannt man die
Kohtenbahnen je nach Wetterlage.
Erst jetzt werden die vier Kohtenbahnen miteinander verschlauft und eine Seite
wird zum Ein- und Ausstieg halb offen gelassen. Damit man eine regendichte Naht
hat, dürft ihr nicht vergessen, die außenliegende Regenleiste zu
verschließen. Danach werden die übrigen vier Ösen mit Schlaufen
abgespannt. Zum Schluss wird die Kohtenabdeckplane über das Kreuz gelegt
und mit langen Schnüren auf die Heringe abgespannt.
Werden die Kohtenblätter mit Seitenwand benutzt (bzw. eine separate Kohtenseitenwand
bei der "Kohte 52"), so werden die Schlaufen nicht direkt, sondern
mit einem ca. 1 m langen Seil auf den Boden abgespannt. Durch die Seitenwände
können Bodenunebenheiten gut ausgeglichen werden, so dass es in der Kohte
nicht zieht. Außerdem wird durch die Seitenwand das Platzangebot vergrößert.
Der Durchmesser der Kohte beträgt 4 m [Wanderkohte 5 m] und die Höhe
[Boden - Planenoberkante] 2 m [Wanderkohte 2,30 m]. Bei Verwendung des Kohtenblattes
53 erhöht sich die Kohte um 20 cm und beim Kohtenblatt 59 erhöht sie
sich um 45 cm.
Schwarzzelte für den Hike
Die Kohte
ist das typische Hikezelt, indem eine Runde gut Platz findet. Es sind nur die
vier Kohtenblätter und die Kohtenabdeckplane sowie die zwölf Schlaufen
mitzunehmen. Alles andere findet man unterwegs.
Für einen allein reicht ein Kohtenblatt, die "Kröte" aus.
Aus zwei Kohtenblättern kann man eine "Lokomotive" (auch "Krokodil"
genannt) bauen, die gegebenenfalls noch durch Vierecksbahnen verlängert
werden kann.
Wenn das Wetter es zulässt, so kann eine Runde auch gut unter einem ca.
50 cm über dem Boden abgespannten Jurtendach übernachten, da so alle
sternförmig zur Mitte liegen können.
Die Jurte
Zur Jurte gehören:
- 6 Kohtenblätter 52 oder 2 Halbdächer oder 1 Jurtendach
- 12 Viereckzeltbahnen oder 6 Jurtendoppelplanen oder 6 Superjurtenplanen
- ggf. 12 Fensterplanen mit PVC-Folie oder Gazestoff bzw. 6 Doppelfenster
- 1 Jurtenabdeckplane
- 12 T-Heringe 40 cm
- 12 Zelt-Aufstellstäbe (165-250 cm)
- 3 dreiteilige Jurtenstangen
- 12 Seile (Spannschnüre) 4 - 5 m zum Abspannen
- 1 Seil 5 m für den Dreibeinbund
- 1 Seil 5 m zum Dach hochziehen
- ggf. 12 Erdnägel zum Fixieren der Jurtenplanen am Boden
Aufbau der Jurte
Die sechs
Kohtenblätter bzw. die beiden Halbdächer werden verschlauft und die
Fensterplanen an das Dach geknöpft. Die Jurtenspinne bzw. das Jurtenkreuz
werden im Dachloch an den Ösen befestigt. Die Zelt-Aufstellstäbe werden
auf die richtige Länge ausgefahren und mit den Heringen und Abspannseilen
an den Ösen des Daches zurecht gelegt. Es sollten möglichst sechs
Personen an jeder zweiten Öse den Aufstellstab durch die Öse stecken
und festhalten, so dass das Dach steht. 1 - 2 weitere Personen gehen nun reihum
und schlagen die Heringe ein. Es ist darauf zu achten, dass die Abspannseile
optisch entlang der Nähte des Daches genau durch die Mitte des Loches laufen.
Je gleichmäßiger die Jurte abgespannt ist, desto sicherer steht sie.
Nun werden die übrigen Aufstellstäbe abgespannt und die restlichen
Seitenplanen angeknöpft. Die Stangen in der Mitte der Jurte dienen dem
Hochziehen des Daches und der Stabilisierung der gesamten Jurtenkonstruktion.
Als Knoten zum Verbinden der Dreibeinstangen verwendet man am besten einen Parallelbund.
Dieser erlaubt das Verdrehen der Stangen untereinander, so daß ein sicherer
Stand ermöglicht wird. Das gebundene Dreibein - bei Jurten mit Fenstern
muss der Knoten am Ende der Jurtenstangen sein, ansonsten 30 cm darunter - mit
der befestigten Jurtenabdeckplane wird in die Jurte gestellt und die Abdeckplane
auf die Spitzen der Aufstellstäbe abgespannt.
Zum Schluss wird das Dach hochgezogen. Es bietet sich an, das Seil mindestens
durch einen Eisenring oder eine Seilrolle, der unmittelbar unterhalb des Dreibeinbundes
befestigt ist, laufen zu lassen. Gewieftere Bastler bauen aus zwei Seilrollen
einen Flaschenzug, so dass sie nur mit halber Kraft das Dach hochzuziehen brauchen.
Man kann das Seil entlang einer Stange laufen lassen und es im unteren Drittel
der Stange über eine kleine Umlenkrolle legen. Ein daran frei schwebendes
Gewicht (z.B. Stein) von etwa 5 kg hält das Dach immer auf Spannung, ohne
es zu sehr zu beanspruchen.
Jurten-Varianten
Die Normaljurte mit einem Dach aus 6 Kohtenplanen hat eine Durchmesser von 6 m und eine Grundfläche von ca. 28 Quadratmetern. Bei der Fünferjurte mit 20 Quadratmetern Grundfläche werden 5 statt 6 Dachplanen und entsprechend weniger Seitenplanen verwendet. Dadurch erreicht man eine stärkere Dachneigung, was für den Regenablauf von Vorteil ist. Hier empfiehlt sich auf jeden Fall die Verwendung einer 5er-Jurtenspinne.
Die sogenannte Hochkohte besteht, wie der Name schon sagt, aus vier Kohtenplanen und entsprechenden Jurten-Seitenplanen, die unten an den Kohtenplanen angeknüpft sind. Sie hat die gleiche Grundfläche von ca. 13 Qudratmetern wie eine Kohte, d.h. zu klein für eine richtige Jurte, aber mit der Möglichkeit, aufrecht zu stehen.
Als komplettes
Dach gibt es auch das sogenannte Großjurtendach, das schon fertig zusammengenäht
ist. Es hat einen Durchmesser von 8 Metern und eine Grundfläche von ca.
51 Quadratmetern. An das Dach werden 16 Vierecksplanen oder entsprechend 8 Doppelplanen
geknöpft. Es bietet eine gute Alternative zwischen einer Jurtenburg und
einer normalen Jurte.
Großbauten
Als ein größeres Zelt soll hier der Zusammenbau von drei Jurten gezeigt werden. Diese Form gibt ca. 100 Leuten Platz. Es entsteht so ein großes Zelt mit drei Nischen. Beim Bau der Dreierjurte ist darauf zu achten, dass die Dächer zu Beginn zusammengeknöpft werden und dann der so entstandene Stern gleichmäßig abgespannt wird. Da an vier Punkten des Sterns sehr viele Planen übereinander kommen, sollte hier die Jurtenschraube zum Einsatz kommen. Durch das Zusammenknöpfen der Kohtenbahnen ensteht ein Zipfel, der ins Zelt hineinhängt.Diesen könnt Ihr mit einer Teleskopstange nach oben herausdrücken Den Stangenwald in der Jurtenburg könnt Ihr vermeiden, indem Ihr die Zipfel auf die Mittelstangen der Jurten abspannt. Den Mittelpunkt der Jurtenburg müsst Ihr etwa 30 cm höher halten, damit das Regenwasser gut ablaufen kann. Alternativ können auch zwischen die drei Jurten jeweils noch Jurtenplanen eingeknöpft werden. Das in der Mitte entstehende Loch kann z.B. mit einem Kamin aus einer Kohte abgedeckt werden.

Theaterplanen
Eine andere Möglichkeit besteht in der Verwendung von Jurtenzwischenplanen, sogenannten Theaterplanen. Bei der Ovaljurte wird das Dach in der Mitte geteilt und an beiden Seiten je eine Theaterplane eingeschlauft. Die Aufstellung erfolgt dann genau wie bei der Normaljurte, d.h. zuerst wird das Dach an den Seiten abgespannt und die Seitenplanen angeknöpft. Weil ein größeres Loch in der Dachmitte entsteht, müssen auf jeder Seite dieses "Langloches" Mittelstangen (Dreibein, aber auch Ein- oder Zweibein möglich) aufgestellt werden. Zum Schluß wird das Dach hochgezogen. Zu dessen Aufhängung benutzt man eine spezielle Ovaljurtenkette. Um das längere Loch in der Dachmitte zu schließen, wird über der Mitte eine Doppelplane abgespannt und die beiden runden Halblöcher mit zwei Jurtenabdeckplanen regendicht verschlossen. Die fertige Ovaljurte mit zwei Theaterplanen hat eine Länge von 10,50 m und eine Breite von 6 m. Die Ovaljurten lassen sich mit weiteren Zwischenstücken verlängern, z.B. mit vier oder mit sechs Theaterplanen, theoretisch auch noch mehr. Aber das Dach wäre wegen der Länge dann nur noch schwierig stramm auszuspannen. Auf jeden Fall muss die Ovaljurtenkette immer entsprechend verlängert bzw. speziell angefertigt werden (ist im Rüsthaus erhältlich).

Baut man abwechselnd eine Kohtenbahn und eine Thaterplane aneinander, so entsteht eine große Jurte mit ca. 10 m Durchmesser. Das Loch kann durch ein normales Jurtendach und dieses wiederum mit einer Jurtenabdeckplane abgedeckt werden. Bei solchen Konstruktionen werden dann auch besondere Ketten benötigt. Damit solche Dächer mit viel Stoff und Gewicht problemlos hochgezogen und gespannt werden können, ist es außerdem ratsam, aus Seilrollen einen Flaschenzug zu bauen. Der Aufbau einer so entstehenden Theaterjurte ist zwar sehr aufwendig und sollte auch nur unter der Anleitung eines erfahrenen Jurtenbauers geschehen, dafür finden in den 80 Quadratmetern hat dafür jedoch der ganze Stamm Platz.
Beim Weltrekordbau "Blackcastle 2000" wurde noch eine größere Jurtenkonstruktion verwendet: Jeweils zwei Theaterplanen wurden zwischen ein Kohtenblatt geknüpft, das entstehende Loch wird dann mit einer kompletten Theaterjurte abgedeckt. Dieser Riesenkonstruktion (wir bevorzugen den Namen "Zirkusjurte" gegenüber dem weniger atmosphärischen "Gigaset") kann jedoch nur mit ausgeklügelten Kontruktionen zu einem sicheren Halt verholfen werden.

Eine beliebte Bauweise ist das mehrstöckige Jurtenbauen. Die Seitenhöhe könnte man durch Anknöpfen weiterer Planen theoretisch auf eine beliebige Höhe bringen. Hier entstehen jedoch neben den Abspannschwierigkeiten noch weitere Probleme, wie z.B. das Hineinstellen des Dreibeins in die Jurte. Dabei hilft man sich, indem man die Dreibeine zusammen geschoben zuerst aufstellt und die Jurte dann darum herumbaut, oder indem man das Dreibein einfach Stück für Stück in die mehrstöckige Jurte hievt, notfalls mit einem Hilfszweibein. Mehr als doppelstöckig solltet Ihr aber keinesfalls bauen, da alle Materialien über ihre Grenzen hinaus belastet werden und die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Außerdem hat der Wind eine größere Angriffsfläche. Die Planen müssen hier möglichst stramm gespannt werden.
Wegen der Schrumpfung und Dehnung der aus Baumwolle gefertigten Planen bei unterschiedlichen Wettereinflüssen müssen die Seile und Heringe bei allen Großbauten bedeutend mehr Spannung aushalten. Es empfiehlt sich daher, 10 mm dicke Seile und je nach Bedarf dicke 40 oder 50 Zentimeter lange Heringe zu verwenden. Bei extrem starker Belastung sollten sogar extra lange und breite Heringe oder dicke Holzheringe benutzt werden. Durch die starke Abspannung werden neben dem Stoff vor allem auch die Ösen stärker belastet. Man darf nie vergessen, dass sie nur für den normalen Kohten- und Jurtenbau ausgelegt sind.
Bei Großbauten
ist generell darauf zu achten, dass die Materialbelastung durch eine größere
Windangriffsfläche und höhere Abspannkräfte enorm groß
werden kann. Erfahrene Jurtenkonstrukteure werden bestätigen, dass übertriebene
Vorsicht oftmals angemessener ist, als ein leichtsinniger Umgang mit den nicht
zu überschätzenden Kräften der Natur. Denkt immer daran, dass
ihr für die Sicherheit aller Personen in der Jurte verantwortlich seid
und keiner zu Schaden kommt!!
Jurtenschraube:
Wenn mehrere Ösen übereinander kommen, was beim Zusammenbau mehrerer
Jurten schnell der Fall ist, bewährt sich die Jurtenschraube, mit der man
bis zu 8 Ösen übereinander fixieren kann. Die Schraube kann auf den
Pin eines Aufstellstabes gesetzt werden und oben an der Ringschraube abgespannt
werden.

Spinnen
oder Kreuze: Was ist besser?
Die Vorteile der Spinnenaufhängung sind die leichte Transportierbarkeit
und die Möglichkeit, die Ösen genau übereinander zu halten, so
daß sich die Kraft besser als beim Kreuz verteilt. Bei der hat ein Kreuz
den Vorteil, dass es mit den Schlaufen kann sehr einfach eingehängt werden
und die Kohtenabdeckplane darüber abgespannt werden kann. Wird die Kohtenspinne
benutzt, so muss der Knoten der beiden Stämme höher liegen. Alles
wird etwas flexibler und man muss eine Jurtenabdeckplane über das Loch
spannen.
Bei der Jurte führt die Verwendung einer Spinne zu einer optimalen Aufhängung
und Lastverteilung. Bei der Fünferjurte und der Ovaljurte ist die Spinne
die einzige vernünftige Lösung.
Fensterplanen
Alte Fensterplanen aus Plastik haben nur zwei Ösen. Damit diese mit den
neuen Fensterplanen Gaze und der Superjurtenplane kompatibel sind, müssen
zwei weitere 16 mm Ösen an den anderen beiden Ecken eingeschlagen werden
und die Plane dann mit diesen beiden Ecken nach oben eingebaut werden.
Untersetzer
und Aufstellstäbe
Da auf die Aufstellstäbe durch die stramme Abspannung eine enorme senkrechte
Kraft wirkt, verschwinden diese schon einmal im Boden. Besonders bei sandigem
Waldboden sind Untersetzer für die Aufstellstäbe notwendig, die ganz
einfach aus einer Dachlatte gefertigt werden können. In Stücke von
10 cm Länge werden Vertiefungen von mindestens 2,6 cm Durchmesser gebohrt,
worin die Stäbe stehen können. Am Lagerplatz kann man auch Scheiben
von Ästen absägen und so nutzen.
Wassersäcke
Werden drei Jurten oder mehr aneinander gebaut, so kann das Regenwasser nicht
mehr vernünftig nach außen abfließen. Hier befestigt man einen
Wassersack aus Plastik, der das Wasser auffängt, und leitet es durch einen
Ablauf mit einem Schlauch nach draußen ab.

Schlaufen
aus 8 mm-Seil
Diese Schlaufen werden überwiegend bei den Kohten gebraucht. So braucht
man die Heringe nicht direkt durch die Ösen der Planen schlagen, was das
Material enorm schont, da nicht jeder immer den Hering mit dem Hammer treffen
würde.
Kennzeichnung
der Planen
Die beste Lösung ist die Kennzeichnung mit wasserfester Textil- oder Acrylfarbe,
die beim Falten nicht abblättert. Die Schablone als Hilfmittel sollte dabei
nicht aus Papier oder Pappe sein. Man kann auch farbige Stoffmarkierungen aufnähen,
was allerdings etwas mühseliger ist. Auf jeden Fall ist darauf zu achten,
dass nach dem Zusammenlegen der Planen die Markierung leicht zu finden ist.
Dazu ist es hilfreich, die Markierung immer an der gleichen Stelle anzubringen.
Witterungseinflüsse
Durch Regen oder stark erhöhte Luftfeuchtigkeit ziehen sich die Planen
zusammen. Beim Trocknen dehnen sie sich wieder. Dementsprechend muss die Stärke
der Abspannung reguliert werden. Bei trockenem Wetter müssen die Seile
stark abgespannt werden, bei Regen müssen sie gelockert werden. Durch unbedachtes
und zu heftiges Abspannen im nassen wie trockenen Zustand werden häufig
Planen verzogen. Also Vorsicht!
Befestigt 12 Erdnägel am unteren Ende der Seitenplanen an den Ösen,
damit bei Wind die Jurtenwände nicht zu sehr flattern.
Trotz der schwarzen Planen muß es selbst im heißesten Sommer in
einer Jurte nicht wärmer sein als in anderen Zelten. Abhilfe schafft nämlich
Zugluft und die Kaminwirkung. Wenn Ihr eine Seitenplane an der Windseite mit
einem Stöckchen anhebt oder sogar um die Hälfte hochklappt und die
Abdeckplane weit öffnet, wird die Jurte optimal belüftet und gekühlt.
Jurtenschmuck
Egal, ob bei Gesprächen, Liederabenden oder einfach nur beim Prasseln des
Feuers, man vergisst so etwas nicht. Hinzu kommt natürlich noch die fantasievolle
Ausstattung. Dazu kann man den Boden mit Teppichen oder Fellen auslegen. Die
Seitenplanen kann man hübsch mit selbstgemachtem Jurtenschmuck verzieren,
oder auch mit bunten Stoffen.
Eine alte Tradition ist es, Kohten und Jurten zu bemalen. Mit wasserfesten Farben
lassen sich bunte Muster am unteren Rand der Kohte auftragen. Einen Überblick
über Kohtenbemalung und einige Mustervorschläge gibt es hier.
Feuer
Um die Rauchschwaden zu vermeiden, verwendet man eine Feuerschale. Zum Schutz
des Bodens wird auf jeden Fall ein Erdloch ausgehoben. Dadurch wird die Grasnabe
erhalten. Eine (zusätzliche) Möglichkeit ist die Aufhängung der
Schale am Dreibein (auf Hitzeentwicklung achten!) oder die Auflage der Schale
auf in den Boden gehauene Heringe.

Reparatur
Ein bewährter Trick zur Blitzreparatur ist starkes Gewebe-Zeltklebeband
(im Rüsthaus erhältlich). Zum Aufkleben muß die Plane aber sauber
und trocken sein. Grössere Risse muss man mit einem Flicken vernähen.
Diese Reparatur ist etwas für einen Fachmann, wenn es dauerhaft sein soll.
Das Annähen neuer Doppelknöpfe kann auch von Gruppenmitgliedern übernommen
werden.
Pflege
& Aufbewahrung
Die erste Pflichtübung zur Pflege besteht im Trocknenlassen der Planen.
Schmutz wird aus der trockenen Plane einfach ausgebürstet. Das ordentliche
Zusammenlegen und trockene Aufbewahren der Planen gehört weiterhin dazu.
Im Materialraum liegt dann Schwarzzeug und Zubehör geordnet beisammen.
Was zusammengehört, ist auf Grund der Markierung gut zu erkennen.
Vorbereitung
Um seine Gruppe/Stamm optimal auf ein Zeltlager mit Schwarzplanen vorzubereiten,
bietet das Rüsthaus einen Videofilm an, in dem alle wichtigen Dinge im
Detail erklärt sind. So kann man sich auch einzelne Teile immer wieder
mal ansehen, wenn es mal nicht geklappt hat oder noch Unklarheiten, vor allem
bei Kindern und Jugendlichen bestehen. Der DV Essen bietet außerdem regelmaessig
Jurten- und Kohtenseminare an, in denen von der Kröte bis zur Theaterjurte
alles vorgestellt und trainiert wird.
Jurtenbausatz
Jede größere Jurtenkonstruktion sollte eingehend geplant werden,
um nicht beim Aufbau unvorhergesehen Überraschungen erleben zu müssen.
Sehr bewährt hat sich dafür der Bau eines Modells im Maßstab
1:20, an dem man schon vor dem eigentlichen Aufbau sehr schön die Möglichkeiten
und vor allem Unmöglichkeiten einer Jurtenkonstruktion erkennen kann. Wenn
sich alle Baukräfte schon vorher ein genaues Bild der geplanten Konstruktion
machen können, geht der Aufbau schneller, glatter und mit weniger Missverständnissen
von statten. Hier runterladen.

Aufbauanleitungen
Für eine Reihe von gewöhnlichen und ungewöhnlichen Schwarzzelten könnt Ihr Euch hier manchmal mehr, manchmal weniger ausführliche Aufbauanleitungen ´runterladen. Für größere Bauten gilt jedoch: Alle Schwarzzeltkonstruktionen, die über eine Ovaljurte hinausgehen, sollten grundsätzlich nur unter fachkundiger Aufsicht errichtet werden.
Die Standartjurte (PDF, 92,9kB).
Die Standartkohte (PDF, 100kB).
Die Standartkonstruktion bei größeren Schwarzzeltbauten ist sicher die Theaterjurte (PDF, 124kB).
Die Badekohte ist zwar klein, benötigt jedoch eine Menge Vorarbeiten. Dafür ist´s jedoch ein Riesenspass (PDF, 80kB).
Bastelvorlagen zur Planung von größeren Schwarzzeltbauten sind eine nicht zu unterschätzende Hilfe (PDF, 258kB).
Wer das Programm autocad besitzt, kann solche Basteleien gleich digital ausführen (ZIP, 48kB).
Für den Prototyp einer Jurtenburg: das Zehnerschlößchen, wie es auf der Bundeversammlung 1992 aufgebaut wurde, gibt es hier eine Aufbauanleitung (PDF, 378kB).
Wer´s etwas individueller und komplizierter mag, kann sich hier die Aufbauanleitung unserer Jubiläumsjurte von 1996 runterladen.
Spektakulärer ist noch die Jurtenbasilika des VCP (GIF, 10kB).
Für
Wahnsinnige oder einfach nur wahnsinnig Interessierte letztendlich die Pläne
von Blackcastle
2000(Link).
Schwarzzeltkultur im Stamm Sachsen
Spätestens seit 1992 spielen Jurtenburgen und das Leben mit den Schwarzzelten auch eine große Rolle für unseren Stamm. Im Mai 1992 fand die Bundesversammlung der DPSG in der Jugendbildungsstätte St. Altfried in Essen-Kettwig statt. Unser Stamm übernahm die Aufgabe, eine Jurtenburg aus insgesamt 10 Jurten zu errichten.

Mit starker Unterstützung von Zwecke vom BdP, der die Pläne für die Jurtenburg entworfen hatte, wurde der Aufbau der Aktion festgelegt und die technischen Details besprochen. Unter der Leitung von Jörg Berresheim wurde ein Modell im Maßstab 1:20 gebaut und drei Wochen vor der Bundesversmmlung auf dem wohl ersten Jurten- und Kohtenseminar in Castrop-Rauxel der Aufbau geübt. Alles in allem war der Aufbau und die Betreuung der Burg zwar viel Arbeit, jedoch für alle solch ein Spaß, dass uns die Schwarzzeltlust bis heute nicht verlassen hat.
Für unser 30jähriges Jubiläum 1996 wurden diese schon etwas verblaßten Erfahrungen wieder hervorgekramt und eine neue Jurtenburg geplant. Sie sollte nicht einfach nur größer werden, sondern vor allem genau auf die Bedürfnisse der Feierlichkeiten zugeschnitten sein. Eine eigene Vorbereitungsgruppe "Technik" hat lange gegrübelt, abgewogen, Ideen gesponnen, Modelle gebastelt und sich endgültig für eine etwas eigenwillige Konstruktion entschieden.

Das Jubiläum war dann auch ein Riesenfest, nicht zuletzt durch die örtlichen Möglichkeiten im Emil-Frick-Heim (EFH) bei uns im Stadtwald. Bis heute wird das EFH deshalb auch für die regelmäßigen Jurten- und Kohtenseminare des Diözesanverbandes Essen benutzt.
Nach dem Erfolg des Aufbautrainings für die Bundesversammlung in Castrop-Rauxel boten Zwecke und Jörg zusammen mit "Rüsthausboss" Georg und Hutzl vom BdP 1993 in Rüthen erstmalig ein bundesweites Wochenendseminar zum Thema Jurten und Kohten an. Auch dieses Schwarzzeltwochenende war ein voller Erfolg und seitdem wird im Diözesanverband Essen jedes Jahr ein "JuKoSem" angeboten. Nicht nur aufgrund er örtlichen Nähe ist es seit Anfang an quasi Ehrensache, dass ein Sachse in der Leitung des Seminars mit dabei ist. Um die Fertigkeiten immer aktuell zu halten, nehmen immer wieder auch Stammesmitglieder am Seminar teil, bei Bedarf wird auch schon´mal ein stammesinternes JuKoSem veranstaltet.

Im Jahr 2001 ist endlich auch der Jurten-und Kohtenfilm "Schwarze Magie" erschienen. Wiederum Jörg, zusammen mit Georg vom Rüsthaus, den BdP´lern Zwecke und Hutzel und mit dem Kameramann Reinhard, hat über ein halbes Jahrzehnt gedreht, um Einsteigern die Grundlagen, Fortgeschrittenen darüber hinaus den ein oder anderen Kniff beizubringen. Wenn auch manches Stammesmitglied beim Anschauen rot anläuft, da es sich in jungen Jahren wiedererkennt, so können wir den Film nur empfehlen: Hier bestellen.
Weitere Infos gibt´s übrigens in unseren Schwarzzeltlinks!